Der Verein

Das Wetter in Rust

Im Rahmen der Flurbereinigung im Jahr 1966 verwirklichten 33 Ruster Bürger, ausschließlich Nebenerwerbslandwirte oder Hobbygärtner, ihre gemeinsame Idee, auch auf der Gemarkung Rust das sogenannte „Tafelobst“ zu erzeugen.

Auf einer Gesamtfläche von 4,3 ha, aufgeteilt in Parzellen mit 10, 20 oder 30 ar, wurden im Gewann „Steinengrün“ Apfel- und Birnenbäume in der Heckenform  gepflanzt. Mit viel Begeisterung und  noch größerer Erwartung wurde diese für die Ruster unbekannte Baumform, am Draht gezogen, in die Erde gebracht. Gemeinsam wurden die Bäumchen gepflanzt, Pfähle geschlagen, das Gelände eingezäunt. Natürlich dominierten die seinerzeitigen Trendäpfel wie Golden Delicious, Jonathan oder James Grieves. Als Befruchtungssorte wurde die Goldparmäne ausgewählt. Birnen der Sorten Conference und Alexander Lucas ergänzten die Obstpflanzung.

Nach fast 50 Jahren kann man sicherlich feststellen, der Mut der „Hobbygärtner“ wurde belohnt. Es gab in all den Jahren ertragsreiche Ernten, natürlich auch Ausfälle aufgrund klimatischer Bedingungen.

Doch jedes Jahr macht das „Hobby“ den zwischenzeitlich zum Teil schon im Seniorenalter stehenden Obstgärtnern Spaß. Beim Schneiden der Bäume und natürlich beim ernten der schmackhaften Äpfel oder Birnen sind die Obstbauern mit Begeisterung dabei. Gemeinsam wird der Pflanzenschutz und die Mulcharbeit durch Fachleute aus der Gemeinschaft durchgeführt. Seit Jahren bemühen sich die Mitglieder nach der Methode „Integrierter Obstbau“ zu wirtschaften und erzeugen schöne, schmackhafte Äpfel und Birnen auf den kalkhaltigen Böden der Rheinebene.

Zum Teil haben die Besitzer in den letzten Jahren verkauft oder an Nachfolger übergeben. Neue Mitglieder mit der gleichen Begeisterung sind zur Gemeinschaft hinzugekommen oder pachten Teilparzellen. Es ist viel im Wandel. Die Altanlagen wurden teilweise gerodet und neu bepflanzt.

Die Baumform hat gewechselt, von der Hecke am Draht, zum Spindelbusch am Pfahl. Neue Sorten wie Jonagold, Elstar, Idared oder Rubinette sind dazugekommen.

Die Obstbaugemeinschaft ist auch gleichzeitig Verein und in den letzten Jahren wurden auch passive Mitglieder aufgenommen. Diesen Mitgliedern und auch anderen Interessenten aus der Gemeinde oder Umgebung werden Schnittkurse geboten und in der Jahresversammlung Informationen gegeben. Durch Fachleute aus dem Verein können jetzt auch Schnittkurse an Hochstämmen durchgeführt werden.

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